Wie begegnet uns Geschichte im öffentlichen Raum?
Die Künstlerin und Professorin Renata Stih beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dieser Frage, gemeinsam mit Frieder Schnock.
Bekannt wurden das Künstlerduo unter anderem mit dem dezentralen Denkmal «Orte des Erinnerns» im Berliner Bayerischen Viertel und ihrem Wettbewerbsbeitrag «BUS STOP» für ein Holocaust-Mahnmal in Berlin. Ihre Arbeiten durchbrechen den Alltag und regen zum Nachdenken an. Dazu gehört auch die Installation «Was brauchen wir Kunst, wir brauchen Kartoffeln» mit Kartoffelbeeten vor der Staatsgalerie Stuttgart.
2013 zeigten sie im Saint Louis Art Museum die Fotoarbeit «I Want to Be a Dog in America». Sie wurde direkt neben der Dokumentation von Joseph Beuys' Performance «I Like America and America Likes Me» präsentiert. Die Arbeit löste eine überraschende Reaktion aus, von der Renata Stih im Gespräch erzählt. Birgit Eller Krumm ist Kapitän der Folge 127.
Renata Stih ist eine in Berlin lebende Künstlerin, Aktivistin, Kuratorin sowie Kunst- und Filmkritikerin. In ihrer Arbeit verbindet sie Kunst im öffentlichen Raum, urbane Interventionen, Installationen und Performances. Renata Stih lehrt Kunst, Film und Technologie an der Berliner Hochschule für Technik und war Gastdozentin an renommierten Universitäten wie Princeton, Harvard und Yale. Seit 2016 ist sie gemeinsam mit Frieder Schnock Honorarprofessorin an der Leuphana Universität Lüneburg.
Neben ihrer künstlerischen Arbeit engagiert sie sich in Kulturinstitutionen und gesellschaftlichen Initiativen. Für ihre Arbeit wurde sie unter anderem mit dem Obermayer German Jewish History Award und einem Rockefeller Fellowship ausgezeichnet.
Links zur Folge: www.stih-schnock.de
“ORTE DES ERINNERNS” https://www.stih-schnock.de/remembrance.html
“BUS STOP” https://www.stih-schnock.de/bus-stop.html
“WOMEN AVIATORS”: https://www.stih-schnock.de/index_museum.html
Foto Credits: Stih&Schnock